Archiv für Juni 2012

3.7. Infoveranstaltung zum No Border Camp

3.7. 20 Uhr: Infoveranstaltung zum No Border Camp

Das Camp möchte ein Ort sein, an dem Rassismuskritik, antifaschistische, feministische und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Ein Ort, der gegenseitigen Austausch intensivieren und Bündnisse anstoßen kann, in denen die Kämpfe von Flüchtlingen und Persons of Color mit denen rassismuskritischer weißer Menschen zusammenkommen.
Das No Border Camp findet vom 13.-22.07.2012 in Köln/Düsseldorf statt.

27.7. Durchsetzungsgeschichte der Arbeit

27.7. 18 Uhr: Durchsetzungsgeschichte der Arbeit

Auch wenn große Teile der Arbeiter_innenbewegung von Beginn an versucht haben, aus der Not eine Tugend zu machen, ist doch den meisten klar, dass Arbeit – von Arvum (lat.): unter Mühe den Acker pflügen – kein Zuckerschlecken ist. Vieles musste geschehen, um den Menschen einzubläuen, dass es eine tolle Sache ist, die eigenen Haut zu Markte zu tragen und – mal mehr, mal weniger selbstbestimmt – Mehrwert zu produzieren. Dabei spielt nicht nur der ökonomische Zwang eine Rolle, sondern auch verschiedene philosophische, politische und pädagogische Ansätze, die Arbeit mal zur noblen Tat, mal zur menschlichen Tätigkeit an sich erklärt haben. Die Veranstaltung bietet eine historische Reise durch den Dschungel der Arbeitsideologie und erklärt von dieser Seite her, wie es kommt, dass so viele Menschen davon überzeugt sind, dass, wer nicht arbeitet, auch nicht essen soll.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer kleinen Reihe zum Thema Arbeitsverhältnisse statt. Im kapitalistischen Rahmen sind die Menschen dazu gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen oder auf eigene Rechnung zu Markte zu tragen. Die Erkenntnis, dass dieser Zustand ein Übel ist, hilft nicht viel dabei, sich in konkreten Arbeitsverhältnissen von der eigenen Ohnmacht nicht dumm und/oder krank machen zu lassen. Wir wollen die Diskussion um Arbeit vertiefen und dabei die Mühen der Ebenen auf uns nehmen – weil wir denken, dass weder die theoretische und wirkungslose Kritik noch die kritiklose Anbiederung an die Logik der Arbeitsgesellschaft der Schlüssel zur Veränderung der Verhältnisse sind. Die erste Veranstaltung der Reihe findet am 6.7. zum Thema „Arbeitsverhältnisse in der politischen Bildung“ statt. Die Reihe wird ggf. weitergeführt.

Die Veranstaltung wird vom BiKo in Kooperation mit der RLS Thüringen und dem DGB-Bildungswerk Thüringen organisiert.

6.7. Arbeitsverhältnisse in der politischen Bildung

6.7. 18 Uhr: Arbeitsverhältnisse in der politischen Bildung

Das Berufsfeld der politischen Bildung ist geprägt durch eine umfassende Prekarisierung sowie zunehmende „unternehmerische“ Selbständigkeit, die die inhaltliche Ausrichtung und die Art und Weise mit Themen umzugehen entscheidend beeinflusst. Gleichzeitig verändern die neuen Arbeitsverhältnisse auch die inhaltlichen und strukturellen Anliegen bzw. Anforderungen an politische Bildung. Das Doppelverhältnis von Arbeit und Bildung soll von beiden Seiten in den Blick genommen werden: Wie verändert Arbeit die Bedingungen von Bildung und wie kann Arbeit Gegenstand von politischer Bildung werden? Die Veranstaltung zeigt aktuelle ökonomische und diskursive Verschiebungen im Feld der politischen Bildung und fragt nach Möglichkeiten der Gegenwehr – sowohl im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen der TeamerInnen und ReferentInnen als auch im Hinblick auf die Gegenstände von Bildungsarbeit.

Die Referentin Julika Bürgin hat lange im Feld der politischen Bildung gearbeitet und in den letzten Jahren über gewerkschaftliche und arbeitspolitische Erwachsenenbildung geforscht. Im Oktober 2012 erscheint ihre Dissertation „Gewerkschaftliche Bildung unter Bedingungen indirekter Arbeitssteuerung – Zweckbildung ohne Gewähr“.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer kleinen Reihe zum Thema Arbeitsverhältnisse statt. Im kapitalistischen Rahmen sind die Menschen dazu gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen oder auf eigene Rechnung zu Markte zu tragen. Die Erkenntnis, dass dieser Zustand ein Übel ist, hilft nicht viel dabei, sich in konkreten Arbeitsverhältnissen von der eigenen Ohnmacht nicht dumm und/oder krank machen zu lassen. Wir wollen die Diskussion um Arbeit vertiefen und dabei die Mühen der Ebenen auf uns nehmen – weil wir denken, dass weder die theoretische und wirkungslose Kritik noch die kritiklose Anbiederung an die Logik der Arbeitsgesellschaft der Schlüssel zur Veränderung der Verhältnisse sind. Die zweite Veranstaltung der Reihe findet am 27.7. zum Thema „Durchsetzungsgeschichte der Arbeit“ statt. Die Reihe wird ggf. weitergeführt.

Die Veranstaltung wird vom BiKo in Kooperation mit der RLS Thüringen und dem DGB-Bildungswerk Thüringen organisiert.

Queerer Abend im veto am 25.6.

überschrift: queerer abend im veto. Kritik an essentialismus und Biologismus. text: Voll schlaue Worte und am -ismus erkennt mensch auch, dass sie doof sind. Beim Queer-abend am 25. 6. erklären wir einfach ohne vorkenntnisse, verständlich, was es damit auf sich hat und warum wir dagegen sind.<br />
mehr: WiderdieNatur punkt blogsport punkt de

13.06. Vortrag zur Arbeitskritik von Christian Höner

Innerhalb großer Teile der Linken wird die Arbeit und ihre Klasse, das Proletariat, immer noch romantisiert betrachtet.
Doch Arbeit, in ihrer abstrakten Form, muss als Kategorie des kapitalistischen Systems verstanden werden und ermöglicht den Kapitalismus erst.

Dieser Vortrag soll sich mit der Frage beschäftigen was als Arbeit zu verstehen ist und wie sie dem Kapitalismus voransteht.

WAS: Vortrag
WANN: 13.06.2012, 19 Uhr
WO: veto, Trommsdorffstr. 5, Erfurt

Am Samstag bleibt das Sofa leer!

Liebe Leute,
am Samstag, den 09.06., gilt wirklich keine Entschuldigung zuhause herumzusitzen oder arbeiten zu gehen! Oder? Entweder auf nach Meiningen:

oder

In Erfurt ins veto (Trommsdorfstr. 5 – Ecke Weißfrauengasse) gehen! Hier findet ab 13 Uhr (bis etwa 18 Uhr) die erste Veranstaltung der Ag Arbeitsmuffel Selbstverständlich?! statt!
Wir haben Frank Jäger (Sozialwissenschaftler und Referent für Sozialpolitik und -recht, sowie Mitautor des Leitfadens ALG II/Sozialhilfe von A-Z) als Referent eingeladen. Er macht mit uns einen Workshop zum Thema: „Widerstand und Aktion – Rechtsdurchsetzung und Aktion bei Hartz IV und ALG II“. Im Workshop soll es um mögliche Widerstände gegen die ARGEn, Tips zur Durchsetzung der eigenen Rechte und um ein aktionistisches Vorgehen gegen Hartz IV/ALG II gehen.
Wer Interesse bekommen hat, selbst betroffen ist oder sich solidarisch organisieren will kann gerne einfach am Samstag vorbeischauen und mitmachen. Wer keine Zeit hat, kann diese Einladung trotzdem gerne weiterleiten :-)
bis dahin,
eure Arbeitsmuffel

5.6. Veranstaltung zur Demonstration „Den Volkstod vorantreiben“ + KüfA

Mensch möchte kotzen. Am Samstag steht der Burschentag in Eisenach bevor und eine Woche später geht es schon weiter mit dem Dreck: Am 09. Juni veranstalten Thüringer Neonazis in Meiningen den „11. Thüringentag der Nationalen Jugend“.
Empörte Bürger_innen aus der Provinz protestieren mit einem bunten Heimatfest und Gebeten, aber beim florierenden Heimatschutz bleibt es nicht! Unter dem polemischen Motto „Den Volkstod vorantreiben“ wird es eine antifaschistische Demo geben, die sich nicht in erstes Linie gegen die Nazis richtet, sondern vor allem ihre Ursachen in der bürgerlichen Gesellschaft in den Blick nimmt!
„Nie wieder Deutschland!“ – Auch in Meiningen ist es an der Zeit, dass fundierte Geselllschaftskritik offen auf die Straße getragen wird.
Dafür findet am Dienstag, den 05. Juni, um 20 Uhr eine Mobilisierungs- und Infoveranstaltung im veto statt, zu der ihr alle herzlich eingeladen seid. Und wenn sich noch Menschen zum Kochen finden, gibt es auch leckeres Essen bei der KüfA.
Die antifaschistische Struktur in Südthüringen braucht unsere Unterstützung am 09. Juni in Meiningen!