Archiv für Dezember 2012

Törtchencafè am 23.12., 14 Uhr

Die Törtchencrew möchte euch ganz herzlich für den 23. diesen Monats um 14Uhr einladen zum Törtchencafè. Bevor der Weihnachtstrubel seinen Zenit findet, dachten wir uns, wäre es doch ganz nett ganz entspannt und in gemütlicher Runde noch einmal zusammen zu sitzen und über dies und das zu reden. Thematisch wird diesmal nichts vorbereitet ;-)

20. und 27. Dezember: Was tun gegen Nazis und Rassismus!?

Dieses Jahr sind in Erfurt eine große Anzahl rassistischer und gewalttätiger Naziübergriffe bekannt geworden. Verschiedene Institutionen und Gruppen haben daraufhin immer wieder betont, wie wichtig es ist, gegen Nazis und Rassismus aktiv zu werden. Gerade wenn alle Menschen, die nicht in ein braunes und rassistisches Weltbild passen, von Übergriffen und Pöbeleien bedroht werden, scheint Handeln dagegen unabdingbar zu werden. Die Frage, wie solch ein Handeln konkret aussehen kann ist der Hintergrund für zwei Diskussionsveranstaltungen. Ausgehend von Analysen verschiedener gesellschaftlicher Akteure sollen die sich daraus ergebenden Handlungsweisen diskutiert und eigene Aktionsideen gesammelt werden.

Am 20. Dezember stehen Aktionen gegen Nazis im Zentrum der Diskussion. Aus welchen Gründen gehen verschiedene gesellschaftliche Initiativen genau so gegen Nazis vor, wie sie es tun? Was ist daran zu kritisieren? Und vor allem: Wie können eigene Handlungsstrategien aussehen?

Am 27. Dezember steht das Handeln gegen Rassismus im Vordergrund. Wo entsteht Rassismus? Wie wird er reproduziert? Welche Möglichkeiten gibt es, antirassistisch zu intervenieren?

Beide Veranstaltungen richten sich vor allem an Menschen, die aktiv werden, und sich dafür Anregungen und Denkanstöße gemeinsam mit anderen Aktiven und noch nicht Aktiven erarbeiten wollen.

Diskussionsveranstaltungen am 20. und 27. Dezember 2012 jeweils 20 Uhr im veto (Papiermühlenweg 33, Erfurt).

Filmabend der Flüchtlingsini am 13.12., 20 uhr

Am Donnerstag gibt es nach der Öffnungszeit der Flüchtlingsini abends, 20 Uhr, einen Film über Flüchtlinge in Calais: Sie warten auf eine Gelegenheit, um nach England zu fahren. London: Dieser Traum hat sie schon in der Libyschen Wüste fast verdursten lassen – und täglich stranden weitere Flüchtlinge in der Hafenstadt.
Der Film wird gern auch eine »impressionistische Collage« genannt wird; ein ästhetischer Begriff, der darüber hinwegtäuschen kann, womit man es zu tun hat: Bilder von Menschenmaterial auf dem Abstellgleis. Sie hoffen durch das Wegwerfen ihrer Papiere die Identität zu löschen – doch dann sind da noch die Fingerabdrücke. Sie drehen eine Schraube aus den Bahngleisen, bringen sie über Feuer zum Glühen und ritzen so archaische Muster in die Fingerkuppen.
(Englische Subtitel.)

Soli-Kundgebung für Bleiberechtsdemo am 5.12.

Wann: 5.12.2012, 16 Uhr
Wo: Bahnhofsvorplatz Hauptbahnhof Erfurt

Erst im November fanden bundesweit koordinierte Sammelabschiebungen von Menschen nach Serbien und Kosovo statt. Auch der Ton gegenüber Asylsuchenden wird – wieder einmal – rassistischer: So werden aktuell die Fluchtgründe insbesondere von Roma aus Südosteuropa umgedeutet, um Asylsuchende, so bezeichnete „Wirtschaftsflüchtlinge“, zu Asylsuchenden zweiter Klasse zu machen.

Mit der Innenministerkonferenz in Rostock finden dort und in zahlreichen Städten dezentral Protestaktionen gegen die andauernden Abschiebungen und für eine neue Bleiberechtsregelung statt.

Deshalb am 5.12. zum Hauptbahnhof Erfurt kommen und Solidarität zeigen mit den Forderungen von „Jugendliche ohne Grenzen“ und „alle bleiben!“.

Auf der IMK wird über weitere Verschärfungen gegen Roma-Flüchtlinge aus Serbien und Mazedonien beraten werden. Bereits jetzt werden ihre Asylanträge in Schnellverfahren rigoros abgelehnt. Zudem will Bundesinnenminister Friedrich Roma-Flüchtlinge mit Leistungskürzungen unterhalb des verfassungsrechtlichen Existenzminimums zur Ausreise nötigen. žRoma werden in allen Balkanstaaten diskriminiert und ihnen werden zentrale Grundrechte verwehrt, was sie insbesondere im Winter in existenzielle Not bringtœ, erklärt Nurjana Arslanova von Jugendliche Ohne Grenzen, „žDen Roma muss Schutz gewährt werden, statt sie zur Ausreise zu nötigen und in Not und Elend abzuschiebenœ.“

Weitere Infos auf der Homepage zur Bleiberechtsdemo in Rostock

FAU im Dezember

Die Thüringer FAU-Gruppe das nächste Mal am Samstag, 22.12., von 14-15 Uhr zu erreichen. Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation. Sie basiert auf lokalen basisdemokratischen Gewerkschaften (=Syndikaten), die sich bundesweit in der FAU zusammengeschlossen haben.