Archiv für März 2013

03. April, 20 Uhr im veto – Veranstaltungsreihe zur Nachttanzdemo. Teil 1: Kapitalismus. Zyklen. Krisen. – Eine Einführung.

link zur nachttanzdemo-seiteSeit Ende 2007 ist die Krise Thema in den Medien und in der Lebensweltvieler Menschen. Von der Subprime- und Hypothekenkrise über die Bankenkrise zur Schuldenkrise und von da zur Eurokrise und zur Krise des Euro wird von einer Krise in die nächste gestolpert. Nicht nur medial stehen personalisierende und nationalistische Erklärungsversuche hoch im Kurs. Mal seien „gierige Banker“, mal „faule Griechen“ für den Schlamassel verantwortlich. Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung werden wir grundlegende Zusammenhänge und Entwicklungen der aktuellen Krise beleuchten und diese in eine größere, dem Kapitalismus innewohnende Krisenhaftigkeit einbetten. Wir richten unseren Blick auf die systemischen Ursachen der Misere, deren Überwindung letzendlich nur durch die Beseitigung des Kapitalismus zum Wohle aller Menschen erfolgreich sein kann. Eine Veranstaltung vom Infoladen Sabotnik.

KüfA am 02.04. mit Infoveranstaltung zu Naziaufmarsch in Plauen

Zur wöchentlichen Küche für Alle im veto wird es diesmal ab 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch und der Antifa-Gegendemo am 13.4. in Plauen geben:

Jedes Frühjahr das gleiche Bild: erst Dresden, dann Cottbus, dann Chemnitz, schließlich Plauen. Die Liste ließe sich noch weiter ausdehnen. Jammernde Nazis marschieren durch die Städte, um als Ausdruck eines deutschen „Opfermythos“ die Bombardierung deutscher Städte in der Endphase des 2. Weltkrieges zu betrauern. Diese eigene, besonders widerliche Form des „Gedenkens“ deutet die Niederschlagung der nationalsozialistischen Diktatur zu einem alliierten Kriegsverbrechen um und findet Anknüpfungspunkte auch in der etablierten bürgerlichen Gedenkpolitik. Auch in Plauen, welches im zweiten Weltkrieg einen bedeutenden Rüstungsstandort Nazideutschlands darstellte, fand im Jahr 2011 und 2012 ein sogenannter „Trauermarsch“ statt, veranstaltet von der Kameradschaft RNJ Vogtland.
Plauen ist keine klassische Nazihochburg. Doch gerade das vogtländische Hinterland stellt einen Rückzugsraum dar, in dem „freie Kameradschaften“ fast ungestört agieren können. Und auch in Plauen selbst gibt es gefestigte rechte Strukturen, beispielsweise ein NPD-Bürgerbüro in der Innenstadt und einen Thor-Steinar-Laden. Rassistische Übergriffe auf Migrant*innen werden zunehmend Teil der Normalität. Die RNJ Vogtland, welche eng mit dem Freien Netz Süd zusammenarbeitet, ist weiterhin präsent und dehnt ihre Aktivitäten mehr und mehr nach Plauen aus, wie die Nazikundgebung vom 5.1.2013 zeigt.
Am 13.04. wollen wir, Antifaschist*innen aus Plauen und Umgebung, zeigen, dass wir weder jammernde Nazis noch deutsche Opfermythen hinnehmen werden. Doch nicht nur das. Antifaschismus bedeutet für uns nicht allein das Reagieren auf rassistischen Alltag und neonazistische Trauerorgien, sondern gleichzeitig der Kampf für eine befreite Gesellschaft, abseits von kapitalistischer Ausbeutung und rassistischer Ausgrenzung, der Kampf für alternative Kultur und linke Freiräume. Für radikale Gesellschaftskritik und einen bunten, kreativen und lebendigen Widerstand, der die Verhältnisse auf den Kopf stellt!
Beteiligt euch an der Antifademo am 13.04.2013.
Unterstützt die dezentralen Aktionen gegen den Naziaufmarsch!

Das Biko-Cafe am 26. März fällt aus :-(

Nächstes Mal dann wieder Kaffee und Bildung am 02. April! Wie immer ab 15.00 Uhr.

Jetzt auch bei der FAU Thüringen: Allgemeine Arbeitsschutzfibel der FAU Berlin

Ab sofort könnt ihr die Allgemeine Arbeitsschutzfibel, welche von der Sektion Bau und Technik der FAU Berlin erstellt wurde, auch direkt bei der FAU Thüringen oder aber im veto für 1 € beziehen. Kommt einfach zu unserer Präsenzzeit oder schaut während der Öffnungszeiten im Veto vorbei.

Die FAU Berlin schreibt zur Arbeitsschutzfibel: „Die Allgemeine Arbeitsschutzfibel bietet einen Einstieg in die komplexe Welt des Arbeitsschutzes. Sie soll dabei helfen, Gefährdungen im eigenen Betrieb aufzudecken, sich und KollegInnen zu informieren und selbstorganisiert, kämpferisch und solidarisch Druck für sicherere Arbeitsbedingungen aufzubauen. Ziel ist eine humane Arbeitswelt, die sich an der Gesundheit und den Bedürfnissen der Menschen orientiert.

Mit der Arbeitsschutzfibel wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Da die konkreten Bedingungen von Betrieb zu Betrieb variieren und klare Vorschriften immer weiter zu generellen Zielbestimmungen aufgelöst werden, braucht es grundsätzliche Informationen und Werkzeuge um den konkreten Fall zu knacken und Gefahren und Verbesserungsmöglichkeiten in den betrieblichen Arbeitsabläufen aufzuspüren.“

Gewalt und SM, Gesellschaft und Gewalt??? – Queerer Montag am 25. März

25.03.2013, 20:00 Uhr, Queerer Abend im veto, Film und Diskussion zum Thema SM und Gewalt???, Snacks und Getränke gibt's aber auch! ACHTUNG! Inhaltswarnung: explizite Sexszenen, Institutionelle Gewalt (Knast, Heim), Körperliche Gewalt. mehr: widerdienatur.blogsport.de

22.03.2013 Einführung in Commons-Debatte und Care-Revolution

Die Fähigkeit von Feministinnen in der Vergangenheit, reproduktive Arbeit als wesentliche Sphäre menschlicher Tätigkeit anzusehen, die nicht negiert, sondern revolutioniert werden sollte, muss aufgegriffen und erneuert werden

Silvia Federici, autonome Feministin und emeritierte Professorin

Die hier geforderte Care-Revolution wird am Samstag, 22.03.2012 um 20:00 Uhr im veto von Frederike Habermann vorgestellt. Titel der Veranstaltung ist: Einführung in die Commons-Debatte.

Bei Commons zählt nicht abstraktes Eigentum, sondern wer was tatsächlich braucht und gebraucht. Dies kann sich wie bei den Allmenden auf Land beziehen, aber auch auf Häuser und Gegenstände. (…) Hier seien nur ganz kurz die weiteren, ineinander übergehenden Aspekte genannt: »Teile, was du kannst« kann sich neben Dingen auch auf Fähigkeiten beziehen – was wiederum als »Beitragen statt Tauschen« gefasst werden kann, aber letztlich alle Tätigkeiten umfasst: Statt die eigenen Fähigkeiten vermarkten zu müssen, wird aus einem Bedürfnis heraus gehandelt. All dies ist verbunden mit geregeltem, offenem Zugang zu Ressourcen.
Diese Prinzipien gelten genauso für die produktiven wie die reproduktiven Tätigkeiten.
(http://akweb.de/ak_s/ak574/09.htm)

Lesung „Die Häuser denen, die drin wohnen!“ am 12.3.

die haeuser denen die drin wohnen abbildung des buchesWohnen ohne Mietvertrag, Leben ohne Restriktionen – seit den 70er Jahren gab es in der BRD verschiedenste Phasen und Wege, sich Lebensraum durch Besetzungen anzueignen und frei zu gestalten. Eines unserer Bücher zeichnet diese Geschichte der Häuserkämpfe nach. Dabei geht es neben den großen Besetzungswellen der 70er und 80er Jahre auch um den Aufbau von Wagenplätzen, die Aneignung autonomer Jugendzentren, bis hin zur Besetzung der Stillen Straße in Berlin-Pankow durch SeniorInnen.

Entsprechend der Vielfalt von Besetzungsformen und –bewegungen stehen auch die verschiedenen politischen Ziele, Selbstverständnisse und internen Konflikte im Fokus. Mit der Lesung gibt einer der AutorInnen einen Einblick in diese Geschichte und stellt die weiterhin aktuelle Frage zur Diskussion, welche Alternativen es zu Privateigentum und Kommerzialisierung sämtlicher Lebensbereiche gibt und geben muss.

Die Lesung findet am Dienstag, dem 12.3. um 20:30 Uhr im veto im Papiermühlenweg 33, Erfurt statt. Vorher wird es schon ab 19.00 Uhr die KüfA – die Küche für Alle – geben. Mithelfen beim Gemüse-Schnippeln? Ab 18.00 Uhr.