Archiv für September 2017

FIT*-Bar: jeden letzten Samstag im Monat

Wir freuen uns eine neue Gruppe im veto herzlich willkommen heißen zu können: die FIT*-Bar Gruppe! Ab September organisiert diese immer am letzten Samstag im Monat ab 21 Uhr einen Bar-Abend für Frauen*, Inter*- und Trans*-Menschen. Los geht es diesen Samstag. Infos und ein Selbstverständnis zur Gruppe findet ihr unter fitbar.blogsport.de

Liebe Leute,

am 30.09.2017 (Samstag) findet unsere erste FIT*-Bar ab 21 Uhr statt. Das heißt, an diesem Abend wollen wir in einem Raum für FIT*-Menschen (Frauen*Inter*Trans*) zusammen rumhängen, erzählen, trinken, uns austauschen, kickern und worauf wir eben noch so Bock haben. Es wird stabilen Gin Tonic und diverse köstliche Säfte und dazu eine wilde Musikmische geben! Ihr seid herzlichst willkommen.
Wir freuen uns auf euch!

Das FIT*-Bar Team. :)

Vortrag am Donnerstag: „Kulturindustrie, das sind die andern“

Am Donnerstag referiert Christoph Hesse von der Roten Ruhr Uni ab 18.30 Uhr im veto über die Kulturindustrie. Danach öffnet, wie jeden Donnerstag, die Donnerstagsbar!

Kulturindustrie, das sind die andern

Mit dem Begriff Kulturindustrie hat Adorno der Kritik der sogenannten Massenkultur ihren schärfsten Ausdruck gegeben. Und zudem einen, der am liebsten mißverstanden wird. Kulturindustrie, meint man, das seien die großen Konzerne und Hollywood, doch sicher nicht die gutgemeinte Bastelei, deren man sich und seinesgleichen rühmt. Im übrigen herrscht Einigkeit darüber, dass, was populär ist, nicht durchaus schlecht sein könne. Es bleibt daran zu erinnern, dass die Kritik, die man heute als überspannt und gleichermaßen überholt erachtet, gar nicht an erster Stelle der unverdrossen sich selbst anpreisenden Kultur galt, sondern einer Gesellschaft, die »anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten «, wie es in der Vorrede zur Dialektik der Aufklärung heißt, in eine neue Art von Barbarei versank. Die törichten Schlager, denen man inzwischen allerlei Qualitäten nachsagt, hätte wohl auch Adorno ziemlich gleichmütig ertragen, wenn er nicht erkannt hätte, daß eine solcherart produzierte Kultur noch die Leute entmündigt, die sie begeistert produzieren. Dieser Prozeß hat längst die Kunst schlechthin erfaßt. Vergeblich daher selbst der theoretische Versuch, den Machtbereich der Kulturindustrie historisch oder geographisch einzugrenzen. Wenn überhaupt, so enthält sie selbst »das Gegengiftihrer eigenen Lüge. Auf nichts anderes wäre zu ihrer Rettung zu verweisen« (Adorno).

Alte Klamotten rausgekramt und los: Samstag zum Bautag

Bauprofis und die, die es werden wollen, aufgepasst: Samstag ab 10 Uhr brauchen wir eure Hilfe damit es im veto voran geht. Wir laden zum Bautag und bieten euch Mauern, die eingerissen, Fugen, die gefüllt und Mauern, die verputzt werden wollen. Für die Zweifler‘*innen unter euch: Daneben und drumherum gibt es auch so genug zu tun. Langeweile könnt ihr also getrost zu Hause lassen!

Können müsst ihr nichts. Wir freuen uns auf euch!

Samstag 19 Uhr: Dirk Bernemann liest „Ich hab die Unschuld kotzen sehen 4: Das leise Verschleißen der Gegenwart“

Dirk Bernemann ist mit seinem neuen Roman „Ich hab die Unschuld kotzen sehen 4: Das leise Verschleißen der Gegenwart“ auf Lesetour und am Samstag, den 9. September, in Erfurt um 19 Uhr im veto zu Gast.

Herr Bernemann war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Herr Bernemann schreibt Bücher voller Geschichten und Gedichte. Nicht alle Gedanken, die er hat, findet er selber gut, einige hasst er sogar. Die deutsche Sprache ist für den Herr Bernemann ein Fahrzeug mit dem er in alle Regionen menschlichen Empfindens einfahren kann. Seine Texte sind wie alte Bekannte mit neuen Gesichtern, wie alte Drogen mit neuen Wirkstoffen, wie bekannte Plätze mit neuen Häusern.

„Ich hab die Unschuld kotzen sehen 4: Das leise Verschleißen der Gegenwart“

Der Krieg von früher mit den Waffen von heute gegen die Feinde von immer. Der Versuch, in all dem Schrecken Hoffnung zu finden, gleicht zuweilen dem Bestreben, im Auge des Taifuns ein Schaf zu streicheln, um es zu beruhigen. Es gibt keine Ruhe, es gibt keine Sicherheit, nach diesem Buch erst recht nicht. Teil 4 der Bestsellerreihe, wieder anders, wieder neu und doch gleich.

Donnerstag: Aluhut 101 – Einführung in bekannte Verschwörungsideologien

Ab 18.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Johannes Smettan. Danach wie immer Donnerstagsbar!

Der erste schwarze Präsident der USA, Barack Obama, musste sich in seiner Amtszeit mit vielen rassistischen Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Eine der eher ungewöhnlicheren Angriffe kam dabei von den sogenannten „Birthern“. Diese glaubten, Obama sei gar nicht in den USA geboren und er hätte daher nicht das Recht US-Präsident zu sein. Einer der bekanntesten Anhänger dieser Verschwörungstheorie ist der heutige US-Präsident Donald Trump.

Mit Donald Trump ist der vielleicht „wichtigste Job der Welt“ mit einem überführten Verbreiter von Verschwörungsideologien besetzt. Immer wieder trägt er paranoide Lügen vor, die oft nur mühsam als Thesen verkleidet werden. Damit schreitet Trump einem postfaktischem Zeitalter voran, in dem „alternative facts“ gleichberechtigt neben echten Fakten stehen dürfen. Was auf den ersten Blick vielleicht wie spinnerte Einzelfälle aussieht, folgt jedoch bekannten Mustern, die auch in Europa und Deutschland zu beobachten sind.

Mit den sog. Reichsbürgern sind auch in der Bundesrepublik Verschwörungsanhänger in der medialen Öffentlichkeit erschienen. Ihre Ablehnung des Staates entspringt jedoch keiner libertären Idee sondern ist Ausdruck von Zukunftsangst und Überforderung und dem Bedürfnis nach einer Rückkehr zur „guten, alten Zeit“.

Der Vortrag „Aluhut101″ führt ein in die Geschichte der Verschwörungsideologien und versucht Muster in verschiedenen Verschwörungsformen aufzudecken und Grenzen bspw. zur Esoterik zu erkunden. Hoffentlich kurzweilig werden berühmte und absurde Theorien vorgestellt und kurz erläutert.